Pressemitteilung, Göttingen, den 31.08.2014

Vom 31. Juli bis zum 29. August 2014 führte eine Gruppe antifaschistischer Aktivist*innen aus der Ukraine und aus Russland auf Initiative der Roten Hilfe e.V./Ortsgruppe Salzwedel eine bundesweite Informationstour durch. Deutlich über 1000 Menschen nahmen an den Veranstaltungen in 22 unterschiedlichen Orten teil, um sich über die Ansichten der Delegationsteilnehmer*innen und über die aktuelle politische Situation in der Ukraine zu informieren und mit den Genoss*innen zu diskutieren. Die politisch heterogen zusammengesetzte Gruppe aus Anarchist*innen, Kommunist*innen, Friedensaktivist*innen und Gewerkschafter*innen, die sich vorher teilweise noch nicht einmal kannten, zieht eine positive Bilanz der
Rundreise.

Hierzu erklärt Anton Kurtschinov, Mitglied der Delegation aus der Ukraine:
„Wir haben unser Ziel, Gegenöffentlichkeit zu schaffen und unsere Positionen zur Diskussion zu stellen, erreicht und viele spannende, zum Teil auch  kontroverse Debatten geführt. Die Informationstour war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer internationalistischen Vernetzung antifaschistischer Kräfte im Kampf gegen den Krieg und die Repression, die der linken Bewegung aktuell in der Ukraine widerfährt. Wir möchten uns bei allen beteiligten Initiativen für diese Möglichkeit bedanken und freuen uns auf eine langfristige Zusammenarbeit."

Heiko Lange, Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V., ergänzt: „Es war uns ein wichtiges Anliegen, einem Teil der linken Bewegung in der Ukraine und in Russland ein Forum zu bieten und einen Beitrag zur nötigen Gegenöffentlichkeit zu leisten, was angesichts der hiesigen Berichterstattung und der Kooperation der deutschen Bundesregierung mit offen faschistischen Gruppierungen dringend notwendig ist. Wir verurteilen die anhaltende Unterdrückung linker Kräfte sowie der Pressefreiheit in der Ukraine und wenden uns aufs Schärfste gegen geplante Organisationsverbote. Wir bedanken  uns für den Mut der Reisegruppe, uns trotz drohender Repression in der Ukraine zu berichten, sowie für die Darlegung ihrer Einschätzungen der gesellschaftlichen und politischen Lage. In lebensbedrohlichen Zeiten der gesellschaftlichen Umstürze wünschen wir unseren Genoss*innen viel Kraft und Durchhaltevermögen."

Die Rote Hilfe e.V. setzt sich auch weiterhin ein für eine internationale Solidaritätsarbeit mit Antifaschist*innen in der Ukraine und unterstützt linke Aktivist*innen, die sich gegen Faschismus und staatliche Repression wehren. Die Rote Hilfe e.V. fordert die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen, die sich gegen den Terror des autoritären Staates, alte und neue Oligarchien, Krieg, Nazis, Armut und Ausbeutung gewehrt haben und sich wehren. Wir setzen als linke Schutz- und Solidaritätsorganisation unsere Spendenkampagne zugunsten von Repression bedrohter linker Aktivist*innen fort. Die internationale Solidarität organisieren - schafft Rote Hilfe!

H. Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

Zur Unterstützung verfolgter Antifaschist*innen hat die Rote Hilfe ein Spendenkonto eingerichtet:
Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Verwendungszweck: Antifa Ukraine

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