junge welt logo squareVerbotsdrohung und mediale Verunglimpfung bescheren linker Hilfsorganisation Mitgliederzuwachs

Von Markus Bernhardt

Nachdem der Focus Ende November des letzten Jahres darüber berichtet hatte, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plane, die linke Antirepressionsorganisation Rote Hilfe zu verbieten, erhielt die von vielen Seiten Unterstützung. Aus Solidarität mit dem von rechtslastigen Medien und Politikern diffamierten Verband traten mittlerweile über 800 Menschen der Roten Hilfe bei.

Neben Kulturschaffenden und linken Aktivisten erklärten auch Bundestagsabgeordnete wie etwa Kathrin Vogler und Sylvia Gabelmann (beide Die Linke) oder der Vorsitzende der DKP Patrik Köbele im letzten Jahr ihren Eintritt in den Verein, der nunmehr über 10.000 Mitglieder zählt. Auch gebe es Solidaritätserklärungen aus beinahe allen Spektren der politischen Linken – von Abgeordneten der Linksfraktion im Bundestag, migrantischen Verbänden, der Interventionistischen Linken, parteinahen Jugendverbänden wie der Linksjugend, den Jusos oder der Grünen Jugend, libertären Initiativen bis hin zu zahlreichen antifaschistischen Gruppen, hieß es seitens der Solidaritätsorganisation.

 

Zugleich konnte die Rote Hilfe jetzt auch einen juristischen Erfolg gegen den Focus erzielen, dessen Autor Josef Hufelschulte in seinem im November erschienen Text nicht nur belegfrei behauptet hatte, dass Seehofer die Rote Hilfe verbieten wolle, sondern die Solidaritätsorganisation auch bezichtigt hatte, als Gegenleistung zur juristischen und finanziellen Unterstützung zu verlangen, dass »die Delinquenten keine Aussagen bei der Polizei machen« und sich verpflichten müssten »auch nach verbüßter Strafhaft den ›revolutionären Straßenkampf‹ fortzusetzen«.

https://www.jungewelt.de/artikel/347923.einstweilige-verf%C3%BCgung-erwirkt-rote-hilfe-obsiegt-gegen-focus.html

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